Leistungen, Stücklisten & Kalkulation
Wiederverwendbare Leistungen versionieren, in Angebote übernehmen und Aufträge nachkalkulieren.
Screenshot der zentralen Werkstube-Ansicht „Leistungen, Stücklisten & Kalkulation“ mit den im Artikel beschriebenen Bedienelementen.
Leistungen einmal sauber aufbauen
Unter Kunden → Leistungen & Preise legst du wiederverwendbare Leistungsbausteine an. Eine Leistung enthält einen internen Code, einen Verkaufstext, die Einheit, einen Listenpreis und eine Erlösart. Zusätzlich kannst du ihre Kalkulationsgrundlage aus Material, Arbeitszeit, Gerät, Fremdleistung, Zuschlägen oder bereits veröffentlichten Unterleistungen zusammensetzen.
Materialbestandteile verknüpfst du mit einem Lagerartikel. Bei Arbeitszeit, Gerät und Fremdleistung hinterlegst du die passende Kostenart und den Einstand je Einheit. Fehlt eine notwendige Kostenbasis, lässt sich der Entwurf speichern, aber nicht versehentlich als vollständig kalkulierte Version veröffentlichen.
Entwurf prüfen und veröffentlichen
Solange eine Leistung ein Entwurf ist, kannst du Bestandteile, Sollzeit, Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn weiterbearbeiten. Zum Veröffentlichen gibst du einen Änderungsgrund an. Werkstube prüft dann unter anderem:
- Erlös- und Kostenarten
- Mengen, Einheiten und Kostenbasen
- verwendete Unterleistungen
- zyklische oder zu tief verschachtelte Stücklisten
Eine veröffentlichte Version ist unveränderlich. Preis- oder Stücklistenänderungen erfolgen über einen neuen Entwurf und eine neue Versionsnummer. Die Versionshistorie zeigt den jeweiligen Stand und seine Prüfsumme.
Preislisten verwenden
Preislisten können zum Beispiel Zielgruppen- oder Regionalpreise abbilden. Ein Preislisteneintrag verweist immer auf eine konkrete veröffentlichte Leistungsversion. Beim Einfügen in ein Angebot übernimmt Werkstube den aktuell gültigen Preis; die ursprüngliche Leistung und ihre Kalkulationsgrundlage bleiben eindeutig referenziert.
In ein Angebot übernehmen
Im Positionseditor findest du veröffentlichte Leistungen unter Leistungskatalog. Mit einem Klick übernimmt Werkstube Beschreibung, Einheit, Preis und Erlösart. Gleichzeitig wird ein unveränderlicher Snapshot der verwendeten Leistung und ihrer aufgelösten Stückliste in der Angebotsversion gespeichert.
Du kannst den Verkaufstext, die Menge oder den Preis im Angebot weiterhin anpassen. Spätere Änderungen am Katalog verändern dieses Angebot jedoch nicht. Das gilt auch nach Versand, Annahme und Umwandlung zum Auftrag.
Vereinbarte LV-Positionen können im Auftrag mit einem strukturierten Aufmaß verbunden werden. Wie Formeln, Freigaben und der GAEB-Austausch funktionieren, erklärt Aufmaß & GAEB.
Materialbedarf und Sollkosten im Auftrag
Wird eine angenommene Angebotsversion zum Auftrag, übernimmt Werkstube ihre Leistungssnapshots als Vertrags- und Planungsbasis. Materialbestandteile werden als bearbeitbarer Bedarf vorgeschlagen. Daraus entstehen weder automatisch eine Reservierung noch eine Bestandsbuchung; prüfe Menge und Termin zuerst und löse den Einkaufs- oder Lagerprozess anschließend bewusst aus.
Die Auftragssicht Kalkulation stellt pro Leistung gegenüber:
- vereinbarten Erlös
- geplante Kosten
- gebuchte Istkosten aus freigegebenen Stunden und Materialverbräuchen
- noch offene Bestellbindungen als Obligo
- erwartete Gesamtkosten und Deckung
Über die Aufklappzeile siehst du, aus welcher Buchung ein Istwert stammt. Unvollständige oder nicht eindeutig zuordenbare Kosten erscheinen mit Klärungsstatus, statt unbemerkt als null in die Auswertung einzugehen.
Gute Daten für die Nachkalkulation
Prüfe vor dem Auftragsabschluss, ob Arbeitszeiten und Materialverbräuche freigegeben sowie Fremdleistungen und Bestellungen korrekt zugeordnet sind. Aktualisiere danach die Kalkulation. So vergleichst du denselben Leistungsstand, der vereinbart wurde, mit den tatsächlich entstandenen Kosten und kannst die nächste Katalogversion gezielt verbessern.