EÜR, GuV, BWA und KOST-Auswertungen
Operative Werkstube-Kennzahlen und bestätigte Fibu-Auswertungen getrennt prüfen, vergleichen und exportieren.
Screenshot der zentralen Werkstube-Ansicht „EÜR, GuV, BWA und KOST-Auswertungen“ mit den im Artikel beschriebenen Bedienelementen.
Unter Finanzen → Buchhaltung → Auswertungen findest du operative Kosten-/Erlösübersichten sowie EÜR, GuV, BWA und KOST-Auswertungen. Die Seite zeigt immer genau eine Datenebene. Dadurch sieht eine plausible operative Marge nie versehentlich wie ein vom Finanzbuchhaltungsanbieter bestätigtes Ergebnis aus.
Auswertung wählen
- Wähle die Datenebene Operativ oder Buchhalterisch.
- Wähle Operative Kategorien/KOST, BWA, EÜR oder GuV.
- Lege Zeitraum und auf Wunsch eine Vergleichsperiode fest.
- Gruppiere nach Kosten-/Erlösart, Sachkonto, KOST1 oder KOST2.
- Nutze den optionalen KOST-Filter, wenn du nur eine bestimmte Kostenstelle oder einen Kostenträger prüfen möchtest.
Bei der Provider-Ebene wählst du zusätzlich die Fibu-Verbindung. Liegt für die Periode noch kein Bericht vor, fordert Werkstube ihn beim Anbieter an. Ist die Synchronisation nicht möglich, zeigt die Datenqualität die fehlende oder veraltete Provider-Auswertung; Werkstube setzt niemals ersatzweise operative Zahlen ein.
Die Definition hängt vom Bericht ab: Die operative Sicht, GuV und BWA ordnen freigegebene Kontierungen der Leistungs-/Belegperiode zu. Die operative EÜR ordnet bestätigte Kundenzahlungseingänge dem Zahlungstag zu. Teilzahlungen und Umkehrungen werden einzeln berücksichtigt; ein Rechnungsstatus wie „bezahlt“ ist dafür kein Zahlungsnachweis. Lieferantenzahlungen werden bis zu einer centgenauen, persistierten Zahlungsallokation nicht in die EÜR aufgenommen. Alle bezahlten Lieferantenrechnungen im Zeitraum erscheinen deshalb als ausgeschlossene Datenqualitätslücke; Bank-Matches oder Rechnungsstatus werden nicht als Zahlungsbetrag geschätzt. Ein ausgeschlossener Privatanteil fließt nicht in die Summe ein, sondern erscheint separat.
Eine separate Umsatz-/Vorsteuerberechnung ist in der operativen EÜR-Projektion
noch nicht belastbar abgebildet. DeductibleTaxCents wird nicht als eigene
Steuerposition verrechnet; der betroffene abzugsfähige Steueranteil wird als
quantifizierte Datenqualitätslücke ausgewiesen. Das Kontenmapping dient hier
der Nachvollziehbarkeit und ist keine steuerliche Umsatz-/Vorsteuerberechnung.
Datenstand, Status und Mapping verstehen
Jede Auswertung nennt:
- die eindeutige Datenquelle,
- den fachlichen Status vorläufig oder final,
- den Datenstand und den letzten Synchronisationszeitpunkt,
- die verwendete Mapping-Version,
- die Mapping-Version der Vergleichsperiode.
Wenn sich das Mapping zwischen den Perioden geändert hat, wird der Vergleich ausdrücklich als Definitionswechsel markiert. Die Werte bleiben sichtbar, aber du solltest die Abweichung nicht allein als wirtschaftliche Veränderung lesen.
Bis zum Originalbeleg prüfen
Klappe eine Position auf. Der Drill-down führt von der Position über Konto, KOST1/KOST2 und Buchungszeile zur Quellart, Quell-ID und zum Originalbeleg. Die Einzelzeilen summieren sich centgenau zur Position. Bei Providerberichten kann ein Anbieter eine verdichtete Position ohne einzelne Buchungs-GUID liefern; dann kennzeichnet Werkstube den fehlenden lokalen Beleglink sichtbar, statt eine Zuordnung zu erfinden.
Arbeitsleistung und Materialverkauf bleiben über ihre stabilen Kategorien getrennt. EÜR- und GuV-Positionen stammen aus dem versionierten Kontenmapping oder direkt aus dem Providerbericht, nicht aus freien Schlagwörtern.
Datenqualitätslücken
Quellen ganz ohne Kontierung sowie unvollständige, nur vorgeschlagene oder lediglich geprüfte Kontierungen fließen nicht in die operative Summe ein. Sie erscheinen mit Anzahl und Betrag im Bereich Datenqualität. Dort werden auch fehlende Mapping-, KOST- und Belegzuordnungen sowie nicht zuordenbare Zahlungen sichtbar. Bezahlte Lieferantenrechnungen werden bis zur Einführung einer belastbaren Zahlungsallokation vollständig als ausgeschlossen ausgewiesen. Eine leere operative Periode erhält ebenfalls einen eigenen Status; ihre KPI-Felder bleiben leer und der Auswertungsstand ist das Periodenende. Diese Beträge werden nicht still in Erlös, Aufwand oder Ergebnis eingerechnet. Behebe die Kontierung und gib sie fachlich frei; danach wird sie beim nächsten Aktualisieren berücksichtigt.
PDF und XLSX
Mit dem gesonderten Recht Kaufmännische Auswertungen exportieren kannst du dieselbe Projektion als PDF oder XLSX herunterladen. Beide Exporte enthalten Datenquelle, Status, Zeitraum, Datenstand, Mapping-Version, Summen und Drill-down. Zusätzlich führt jeder Export Schema-Version, Parameter-Hash, Daten-Watermark und Dokument-ID mit. Die Checksumme wird zusammen mit dem unveränderlichen Report-Artefakt registriert; dadurch lässt sich nachvollziehen, welche Definition, Quelle und Datenmenge gerendert wurde. Das XLSX führt Zusammenfassung und Buchungszeilen in getrennten Arbeitsblättern.
Rechte und Margenschutz
Das allgemeine Recht, Kontierungen anzusehen, reicht nicht für Ergebnis- oder Margendaten. Dafür ist Ergebnis- und Margenauswertungen ansehen erforderlich. Der Export ist nochmals separat geschützt. Personenbezogene Lohndetails werden zusätzlich ohne das Lohnrecht Lohndaten ansehen auch im Drill-down und im Export maskiert. So können Beschäftigte Belege kontieren, ohne automatisch Unternehmensmargen, GuV, BWA oder individuelle Lohndaten zu sehen.
Für die native App gelten dieselben Rechte und die gleichen getrennten Ebenen. Offline werden nur zuvor autorisierte, gespeicherte Lesesnapshots angezeigt; neue Exporte oder Provider-Synchronisationen erfolgen online. Eine leere Periode, ein späteres Mapping, ein Provider-Widerspruch oder eine nicht verknüpfte Buchungszeile wird jeweils als Status bzw. Datenqualitätslücke sichtbar gemacht.
Weitere Grundlagen findest du unter Kontierung, DATEV & Datenübernahme und Buchhaltungsanbieter anbinden.